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Vertrauensvoll kommunizieren

Eine Vertrauenskultur aufzubauen, bedeutet, das Wort zu ergreifen, wenn etwas nicht stimmt.

Wir wissen, dass es schwer fallen kann, Bedenken offen auszusprechen. Deshalb haben Sie die Möglichkeit, sich auf sichere und anonyme Weise Gehör bei Lytt zu verschaffen.

Durch einen Klick auf "Anliegen mitteilen" akzeptieren Sie die Nutzungsbedingungen von Lytt.

Häufige Fragen

  • Was ist Lytt?

    Lytt ist ein digitaler Assistent.
    Bei Lytt können Sie Themen anbringen, die Sie nicht offen im Unternehmen ansprechen möchten. Mitarbeitende haben häufig Angst davor, offen über Probleme wie Diskriminierung, Belästigung oder negatives Feedback am Arbeitsplatz zu sprechen. Lytt bietet Ihnen jederzeit ein neutrales und offenes Ohr, um Ihr Anliegen anonym und sicher mitzuteilen. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, mit einer Vertrauensperson in einen geschützten Dialog zu treten und Hilfe zu erhalten. Auch in dieser Phase können Sie weiterhin völlig anonym bleiben.

  • Was kann ich bei Lytt melden?

    Alles, was Sie am Arbeitsplatz erlebt oder beobachtet haben. Lytt macht es leichter, schwierige Themen offen anzusprechen. Dies können beispielsweise Themen zu der Unternehmenskultur (Vorurteile, Mobbing, Diskriminierung, etc.) sein oder auch generelles Feedback.

  • Wie funktioniert Lytt?

    Lytt zu verwenden, ist wie mit einem Vertrauten zu chatten: Um herauszufinden, was passiert ist, stellt Ihnen Lytt Fragen und reagiert auf Ihre Antworten. Am Ende haben Sie die Möglichkeit, das Chatprotokoll als Vorfallmeldung abzuschicken und bei Bedarf mit einer Vertrauensperson aus Ihrem Unternehmen verbunden zu werden, um weitere Hilfe zu erhalten. Bei jedem Schritt haben Sie die volle Kontrolle darüber, ob Sie Ihre Identität preisgeben oder lieber anonym bleiben möchten.

  • Wer kann lesen, was ich Lytt anvertraue?

    Ihre Meldung kann ausschließlich von der Vertrauensperson eingesehen werden, die Ihr Arbeitgeber dazu bestimmt hat. Die Vertrauensperson ist geschult, Ihr Anliegen professionell und streng vertraulich zu behandeln.

  • Kann ich Lytt auch verwenden, wenn ich nur etwas beobachtet habe?

    Ja. Wir wollen Beobachter*innen darin bestärken, Betroffene durch ihre Meldung zu unterstützen. Lytt wird Sie zu Beginn fragen, ob Sie etwas melden möchten, was Sie selbst erlebt oder beobachtet haben.

  • Ich kann meinen Vorfall nicht genau zuordnen. Soll ich Lytt trotzdem verwenden?

    Ja. Wenn Sie sich nicht sicher sind, in welche Kategorie Ihre Meldung passt, ist das kein Problem. Lytt wird mit einigen Fragen versuchen, herauszufinden was vorgefallen ist. Sollten Sie sich unwohl fühlen oder den Eindruck haben, dass Sie ungerecht behandelt werden, empfehlen wir Ihnen dies unbedingt mitzuteilen. Nur so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihre Situation verbessert. Die zuständige Vertrauensperson wird Ihnen dabei helfen, dem Fall nachzugehen und herauszufinden, wie Ihre Erfahrung einzuordnen ist.

  • Sind meine Daten sicher?

    Es ist unser höchstes Anliegen, den Schutz und die Sicherheit ihrer Daten zu gewährleisten. Daher verwenden wir umfangreiche Verschlüsselungsalgorithmen und speichern weder Ihre IP-Adresse noch standortbezogene Daten. Sollten Sie beispielsweise während des Dialogs mit Lytt das Browserfenster schließen, werden Ihre Daten unmittelbar von unseren Servern gelöscht.
    Darüber hinaus geben wir Ihre Chatprotokolle oder andere private Daten nicht ohne Ihre Erlaubnis an Dritte weiter.

  • Was passiert, wenn ich ein Anliegen mitgeteilt habe?

    Sie haben im Anschluss die Möglichkeit, sich anonym mit einer Vertrauensperson über ihr Anliegen auszutauschen. In diesem Dialog können Sie sich ebenfalls darüber informieren lassen, ob es bereits ähnliche Situationen gegeben hat und wie mit diesen umgegangen wurde. Sollten Sie darüber hinaus psychologische oder rechtliche Beratung erhalten wollen, wird sich ihre Vertrauensperson um die anonyme Vermittlung einer speziell dafür ausgebildeten Person in ihrem Unternehmen oder von außerhalb des Unternehmens kümmern.

  • Was ist sexuelle Belästigung und wo fängt sie an?

    Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) versteht sexuelle Belästigung als „unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten,[…] dass die Würde der betreffenden Person verletzt“ (AGG §3 Abs. 4).

    Um einschätzen zu können, ob es sich in Ihrem Fall um eine sexuelle Belästigung handelt, finden Sie nachfolgend einige Beispiele:

    Blicke
    — ein Mitarbeiter starrt in einem Gespräch permanent auf Ihr Dekolleté

    Gesten
    — ein Mitarbeiter macht anzüglich Gesten zu sexuellen Handlungen oder verwendet Arbeitsgegenstände als sexuelle Symbole
    — ein Mitarbeiter zeigt ihnen pornografische Inhalte

    Worte
    — ein Mitarbeiter kommentiert wiederholt ihre Figur
    — ein Mitarbeiter sagt Sätze wie: „Setz dich doch auf meinen Schoß!“
    — ein Mitarbeiter macht sexuelle Anspielungen oder obszöne Witze

    Körperliche Handlungen
    — jegliche unerwünschte Handlungen wie Küsse, oder körperliche Nähe.

  • Was ist Diskriminierung und wo fängt sie an?

    Diskriminierung beschreibt jede Form der ungerechtfertigten Benachteiligung oder Ungleichbehandlung von einzelnen Personen oder Gruppen. Diese können in Form von Äußerungen, Gesten oder Handlungen erfolgen. Diskriminierung kann in der Praxis verschiedene Formen annehmen:

    Herkunft
    — ein dunkelhäutiger Mitarbeiter wird nur im Lager eingesetzt, weil laut Chef nur deutsch aussende Mitarbeiter Kundenkontakt haben sollen

    Geschlecht
    — eine Frau wird von ihren männlichen Kollegen mit sexistischen Bemerkungen belästigt

    Religion
    — ein Hausmeister in einem kirchlichen Altenheim wird gekündigt, weil er aus der Kirche ausgetreten ist

    Weltanschauung
    — ein Vegetarier wird wegen seiner Anschauung verspottet

    Behinderung
    — einer Verkäuferin wird wegen ihres starken Übergewichts gekündigt

    Alter
    — eine Beförderung des Arbeitnehmers wird abgelehnt, weil er „für den neuen Posten zu alt ist“

    Sexueller Identität
    — einem Altenpfleger wird gekündigt, weil er homosexuell ist

    Wichtig: Nicht alles, was als diskriminierend empfunden wird, ist gesetzlich verboten. Eine Diskriminierung und damit Benachteiligung liegt vor, wenn jemand ohne sachlichen Grund wegen eines der obigen Merkmale in einer vergleichbaren Situation ungünstiger behandelt wird als jemand, der nicht über dieses Merkmal verfügt.

  • Was ist Mobbing und wo fängt es an?

    Mobbing ist jede Form von beleidigendem, einschüchterndem, oder böswilligem Verhalten oder ein Missbrauch oder Machtmissbrauch, der als Mittel benutzt wird, um eine andere Person einzuschüchtern, zu demütigen oder zu verunglimpfen oder eine ähnliche Wirkung hat.

    Wichtig: Dies muss regelmäßig und über einen längeren Zeitraum auftreten.